unser Garten war ein Dschungel – aber kein Paradies für Bienen
Als wir unseren Selbstversorgerhof gekauft haben, sah das Grundstück auf den ersten Blick einfach nur wild aus.
Überall wucherte etwas.
Sträucher.
Alte Hecken.
Meterhohes Gestrüpp.
Teilweise mussten wir uns wirklich erst einmal durch einen richtigen Dschungel kämpfen, um überhaupt zu sehen, was dort alles wächst.
Eigentlich denkt man ja sofort:
Ein verwildertes Grundstück – das muss doch ein Paradies für Insekten sein.
Das dachte ich am Anfang auch.
Aber je genauer wir hingeschaut haben, desto klarer wurde:
Das Gegenteil war der Fall.
Zwischen all dem Gestrüpp standen vor allem Pflanzen, die für Bienen praktisch wertlos sind.
Zum Beispiel:
- Kirschlorbeer
- Lebensbäume
- Rhododendron
- dichte Ziersträucher ohne nennenswerte Blüten
Und dann waren da noch jede Menge Rosen.
Das klang erstmal vielversprechend.
Bis wir genauer hingesehen haben.
Denn fast alle Rosen waren stark gefüllt gezüchtet. Die Blüten waren zwar groß und wunderschön – aber für Insekten völlig nutzlos. Die Staubblätter waren so stark von Blütenblättern überzüchtet, dass Bienen gar nicht mehr an den Pollen kommen.
Für Menschen also ein Traum.
Für Insekten eine Sackgasse.






