Erst vor kurzem saßen wir mit Freunden zusammen, das Brot war aufgeschnitten, der Kaffee dampfte – und natürlich stand auch ein Glas Honig auf dem Tisch.

Und dann kam er wieder, dieser Satz:

„Ich mag nur flüssigen Honig.“
„Ich muss den Honig aus der Flasche quetschen können.“

Kennst du das?

Vielleicht stehst du auch im Supermarkt vor dem Regal, schaust auf die goldene, perfekt fließende Masse in der Plastikflasche und denkst dir: Das sieht doch gut aus.

Aber genau hier beginnt das Problem.

Denn wenn du wirklich Honig Qualität erkennen willst, dann darfst du nicht nur nach der Konsistenz gehen. Und schon gar nicht nach der Verpackung.

Gerade gesundheitsbewusste Käufer, Honig-Neulinge und skeptische Supermarkt-Kunden stehen oft vor der gleichen Frage:

Woran erkenne ich eigentlich guten Honig?

Lass uns das einmal ganz in Ruhe auseinandernehmen.

Warum wird Honig fest – und warum ist das ein gutes Zeichen?

Jeder echte Honig kristallisiert irgendwann.

Ja, wirklich jeder.

Ob und wie schnell das passiert, hängt von seiner Zusammensetzung ab. Honig besteht hauptsächlich aus Fructose und Glucose.

Honige mit einem höheren Glucoseanteil, wie zum Beispiel Rapshonig, kristallisieren besonders schnell. Sorten mit höherem Fructoseanteil, wie Akazienhonig, bleiben deutlich länger flüssig.

Wenn der Kristallisationsprozess einsetzt, verbinden sich die Zuckermoleküle miteinander und bilden kleine Kristalle. Dieser Prozess funktioniert besonders gut, wenn sogenannte Kristallisationskeime vorhanden sind. Das können Pollenkörner oder bereits vorhandene Zuckerkristalle sein.

Und jetzt kommt der entscheidende Punkt, wenn du Honig Qualität erkennen willst:

Diese natürlichen Bestandteile fehlen in vielen stark gefilterten Supermarkt-Honigen.

Warum?

Weil sie so fein gefiltert werden, dass nahezu alles entfernt wird, woran sich Kristalle bilden könnten.

Das Ergebnis: Der Honig bleibt lange flüssig.

Das Problem: Ein Großteil der natürlichen Inhaltsstoffe geht dabei verloren.

Flüssiger Honig ist nicht automatisch besser

Viele Menschen verbinden flüssigen Honig mit Frische.

Aber in Wahrheit ist es genau umgekehrt.

Wenn du Honig Qualität erkennen möchtest, dann ist die Kristallisation ein gutes Zeichen. Sie zeigt, dass der Honig naturbelassen ist.

Unser Honig aus unserer Imkerei wird nur grob gefiltert. So bleiben Pollen und natürliche Bestandteile erhalten.

Und ja, das bedeutet: Er wird fest.

Aber genau das macht ihn zu einem echten Naturprodukt.

Wie entsteht cremiger Honig?

Vielleicht denkst du jetzt:
Okay, fest ist also normal. Aber warum ist euer Honig cremig und nicht steinhart?

Ganz einfach.

Sobald der Kristallisationsprozess beginnt, rühren wir unseren Honig täglich für ein paar Minuten. Dadurch werden die entstehenden großen Kristalle zerschlagen.

Das Ergebnis ist eine feincremige Konsistenz.

Ohne dieses Rühren würde der Honig komplett durchkristallisieren und hart wie Stein werden. Dann bräuchtest du tatsächlich Hammer und Meißel.

Diese Arbeit nehmen wir dir ab.

Honig Qualität erkennen – diese Punkte helfen dir wirklich

Wenn du als gesundheitsbewusster Käufer unsicher bist, achte auf folgende Merkmale:

1. Herkunft

Steht klar auf dem Glas, woher der Honig stammt?

Oder liest du nur „Mischung aus EU- und Nicht-EU-Ländern“?

Transparenz ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal.

2. Verarbeitung

Wurde der Honig schonend verarbeitet?

Wurde er stark erhitzt oder ultrafein gefiltert?

Naturbelassener Honig enthält noch seine natürlichen Bestandteile.

3. Konsistenz

Kristallisation ist kein Fehler.

Sie ist ein Zeichen von Echtheit.

4. Geschmack

Echter Honig schmeckt nicht nur süß.

Er hat Tiefe, Aroma und Charakter. Ein Rapshonig schmeckt anders als ein Waldhonig. Genau das macht Qualität aus.

Die Honigverordnung – und was viele nicht wissen

In der Honigverordnung steht, dass Honig nichts zugesetzt und nichts entzogen werden darf.

Allerdings gilt das leider nicht für Pollen. Sie dürfen herausgefiltert werden.

Und genau hier unterscheiden sich viele Importhonige von regionalem Honig aus eigener Imkerei.

Wenn du Honig Qualität erkennen willst, dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Warum unser Honig anders ist

Unser Honig wird:

  • nur grob gefiltert

  • nicht unnötig erhitzt

  • sorgfältig gerührt

  • direkt vom eigenen Bienenstand abgefüllt

Wir wissen, wo unsere Bienen fliegen. Wir wissen, wann geerntet wurde. Und wir stehen mit unserem Namen dafür ein.

Gerade wenn du skeptisch gegenüber Supermarkt-Honig bist, kann ein regionaler Honig aus eigener Imkerei eine echte Alternative sein.

Q&A: Die häufigsten Fragen zur Honig Qualität

Warum wird mein Honig fest?
Weil er naturbelassen ist. Kristallisation ist ein Qualitätsmerkmal.

Ist flüssiger Honig schlechter?
Nicht automatisch, aber dauerhaft flüssiger Honig wurde oft stark gefiltert oder erwärmt.

Kann ich festen Honig noch verwenden?
Natürlich. Du kannst ihn problemlos streichen oder vorsichtig im Wasserbad verflüssigen.

Woran erkenne ich regionalen Honig?
An klarer Herkunftsangabe und direktem Kontakt zum Imker.

Fazit: Qualität beginnt mit Bewusstsein

Honig Qualität erkennen bedeutet, genauer hinzusehen.

Nicht nur auf die Konsistenz.
Nicht nur auf den Preis.
Nicht nur auf die Verpackung.

Sondern auf Herkunft, Verarbeitung und Transparenz.

Wenn du dich für Honig aus unserer Imkerei entscheidest, weißt du genau, wo er herkommt. Du bekommst ein naturbelassenes Produkt, das mit Respekt gegenüber Bienen und Natur entstanden ist.

Vielleicht steht beim nächsten Frühstück kein Quetschhonig mehr auf dem Tisch.
Sondern ein Glas echter, regionaler Honig.

Und das glaubt mir keiner, bis man ihn probiert hat.

Herzlich summende Grüße
Eure Imkerei Bennien 

Bienenwabe